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Pontarlier - Foncine-le-Haut

Die Geschichte der Bahnlinie Pontarlier - Mouthe - Foncine-le-Haut ist ist ausführlich im Band "Le Tacot, les chemins de fer du Doubs" von Jean Cuynet und Jacques Reichard beschrieben, erschienen im Verlag "presses du Belvédère". Die Linie ist die erste des Netzes von Pontarlier, die 1899 unter der Regie der "Compagnie du tramway de Pontarlier à Mouthe" in Betrieb ging. 1912 wurde sie umbenannt in "Compagnie du tramway de Pontarlier à Mouthe et extensions", wobei die Erweiterungen die Verlängerung der Strecke von Mouthe nach Foncine-le-Haut, von wo Anschluss nach Foncine-le-Bas und die Netze von Champagnole und Lons-le-Saunier bestand, die Strecke Pontarlier-Entreportes und die Weiterführungen von dort nach Levier und nach Amathay-Vésigneux umfassen. Durch den ersten Weltkrieg verzögert wurden diese Erweiterungen aber erst 15-20 Jahre später vollendet, zu einem Zeitpunkt als die Gesellschaft in der "Compagnie des Chemins de fer du Doubs" aufgegangen war. Im zweiten Weltkrieg wurden die Brückenbauten zwischen Chaux-Neuve und Foncine-le-Haut beschädigt und unpassierbar. Dadurch wurde Chaux-Neuve Endbahnhof der Linie. Foncine-le-Haut war auf Schienen nur noch von Foncine-le-Bas aus zu erreichen. In 1950 wurde mangels Wirtschaftlichkeit der Betrieb auf der Linie eingestellt und die Anlagen abgebaut.

Heute sind nur noch einige wenige Reste vorhanden. Erhalten sind die Bahnhöfe in Oye-et-Pallet, La Petite-Chaux, Chaux-Neuve und Foncine-le-Haut, sowie die Haltestellen La Cluse, Chaudron, Gellin, Sarrageois (Grundmauer) et Crouzet. Die Bahnhöfe von Malbuisson, Labergement Ste-Marie und Mouthe sowie die Haltestellen Chaon, Granges-Ste-Marie, Pont-du-Lhaut, Le Brey, Veuillet, und Chatelblanc existieren nicht mehr. Da die Trasse bis auf wenige Abschnitte auf dem Planum der Landstrasse verlegt war, ist auch vom Bahnkörper nur noch wenig zu sehen. Auf dem Abschnitt von Malbuisson nach Granges-Ste-Marie verlief der Bahndamm neben der Strasse und ist in Teilen noch erahn- bzw. sogar begehbar. Lediglich der Abschnitt von Chaux-Neuve nach Foncine-le-Haut verlief im steileren Gelände auf unabhängiger Trasse und kann noch heute gut begangen werden. Ein weiteres auffälliges Relikt sind die Pfeiler der Notbrücke über den Doubs bei Oye-et-Pallet, die nach dem zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Wenn man die Stelle kennt, ist auch die Brücke Pont-de-Lhaut noch zu erkennen, die auf einigen alten Postkarten abgebildet ist. Alles übrige ergibt sich erst bei sehr genauem Hinsehen.



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